
Dojo ist ein japanisches Wort und bedeutet übersetzt "Ort zum Üben des Weges" (Do=Weg, Jo=Übungsort). Dabei ist mit Dojo sowohl das gesamte Gebäude gemeint, als auch insbesondere die zum eigentlichen Training benutzte Mattenfläche. Ein Dojo ist mehr als eine einfache Sportstätte.
Der Begriff wurde dem Zen-Buddhismus entnommen, wo mit Dojo der "Meditationsraum" bezeichnet wird. Dieser Raum sollte einfach und schmucklos sein, damit nichts vom eigentlichen Üben ablenken kann.
Die vier Wände des Dojo haben ihre eigene Bedeutung. Die Ehrenseite des Dojo, KAMIZA (wörtl. "Sitz der Götter") ist direkt gegenüber dem Eingang gelegen und ist normalerweise die einzige Seite, die als Schmuck einen Sinnspruch, ein Bild des Gründer des Dojo oder von Professor Jigoro Kano tragen darf.
Auf der rechten Seite des Dojo befindet sich die Lehrerseite YOSEKI. KAMIZA und YOSEKI (Lehrer) sind für die offiziellen Ehrengäste und Lehrer vorbehalten, während die Schüler sich auf der SHIMOSEKI und SHIMOZA-Seite aufhalten.
Im Dojo selber darf nicht gegessen und getrunken werden und man sollte das Reden auf das

unbedingt für das Üben Notwendige beschränken. Beim Betreten des Dojo grüßt man mit einer kurzen Verbeugung zur Ehrenseite, wenn dort ein Bild aufgehängt ist. Ist kein Bild aufgehängt, kann diese Verbeugung entfallen. Mit dieser Verbeugung zollt man dem Gründer des Dojo oder des Judo seinen Respekt vor ihrer Lebensleistung und vor den Taten von denen man durch das Judoüben in diesem Dojo selber immer noch profitiert.
"So sollte ein Dojo zwar kein Heiligtum sein, aber doch ein Ort der Ruhe, der Ordnung der Zurückhaltung und der Kultiviertheit" schreibt der Niederländer Hein Essink 1968 in seinem Buch "Judo in Wort und Bild". Bei diesen Anforderungen dürfte er die fröhlich lärmenden und lachend spielenden Kinder, die unser GJC-Dojo zumeist füllen, sicherlich noch nicht im Auge gehabt haben, aber er zeigt ein wenig die Richtung an, in die wir uns in unserem 1.GJC-Dojo vielleicht wieder stärker hin entwickeln sollten.